Simone Biles turnt schon jetzt für die Geschichtsbücher

14 Weltmeistertitel, vier Olympische Goldmedaillen, diese Frau zählt nicht nur zu den weltbesten Turnerinnen aller Zeiten, sondern auch zu den größten Sportlerinnen in diesem Jahrzehnt – und das mit gerade einmal 21 Jahren. Simone Biles aus den USA dominierte die vergangenen weiblichen Turn-Wettkämpfe fast nach Belieben.

Beim EnBW DTB Pokal in Stuttgart wird sie an den Start gehen, um schonmal schwäbische Luft vor den Weltmeisterschaften im Oktober zu schnuppern. Aufgewachsen ist die 1,42 Meter „kleine“ Biles im texanischen Spring bei ihren Großeltern – ihre Mutter war drogenabhängig. Schon früh ging es für sie in die Turnhalle, ihre schier unerschöpfliche Energie musste irgendwie verarbeitet werden. Von ihrer persönlichen Trainerin Aimee Boormann wurde sie so von 2003 bis 2016 zur Modelathletin geformt. Bei den Weltmeisterschaften 2013 in Antwerpen ging Biles‘ Stern auf. Zwei WM-Titel im Mehrkampf und am Boden, dazu Silber am Sprung und Bronze am Schwebebalken. Ein Jahr später holte sie bei der WM in Nanning vier Titel (Mehrkampf, Mannschaft, Boden Schwebebalken), alle vier Goldmedaillen verteidigte sie ein Jahr später in Glasgow. Damit war sie die erste Turnerin, die drei Mal in Folge Mehrkampfgold gewann.

Zum endgültigen Superstar wurde sie bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Jahr 2016. Vier Goldmedaillen staubte sie ab, nur am Stufenbarren und überraschend auch am Schwebebalken (Bronze) stand Biles nicht ganz oben auf dem Podium. Am Boden und Sprung ist sie der Konkurrenz mittlerweile weit enteilt. Nur ihre Landsfrauen können noch einigermaßen Schritt halten. Biles turnt in einer unglaublichen Höhe, und schraubt in atemberaubender Geschwindigkeit. Auch zwei Elemente im Code de Pointage sind nach ihr benannt: Den Doppelsalto rückwärts gestreckt mit halber Schraube am Boden turnte sie als erste Athletin, am Sprung der Yurchenko mit halber Drehung in der ersten Flugphase und dem gestreckten Vorwärtssalto mit zwei Schrauben.

Nach den Olympischen Spielen legte sie eine einjährige Pause ein, nur, um bei der WM 2018 in Doha noch stärker zurück zu kommen. Nicht einmal eine Entfernung von Nierensteinen in der Nacht vor dem Qualifikationswettkampf hielt sie auf. Biles qualifizierte sich für alle Einzelfinals, nur am Stufenbarren lag sie auf dem zweiten Platz, sonst dominierte sie die Konkurrentinnen. Im Mehrkampffinale gewann die Texanerin trotz zweier Stürze Gold. Dazu kamen noch zwei weitere Titel am Boden und Sprung, dazu Silber am Stufenbarren. Am Schwebebalken patze sie erneut, es reichte dennoch für Platz drei. Bei der WM in Stuttgart will sie diese kleinen Ausrutscher abstellen und ihre Titelsammlung, mit der sie jetzt schon in den Sportgeschichtsbüchern steht, ausbauen. Es scheint so, als könne nur sie selbst sich aufhalten.

Weitere Informationen über den EnBW DTB Pokal gibt es hier.

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