Elisabeth Seitz sichert sich an ihrem Paradegerät die Goldmedaille. | Foto: DTB

EM-Gold für Seitz

Elisabeth Seitz sichert sich Gold im Stufenbarrenfinale bei den European Championships in München 2022. Kim Bui beendet ihre Karriere mit einer tollen Übung.

Die Stuttgarterin Elisabeth Seitz sowie die Chemnitzerin Emma Malewski haben sich bei den European Championships in München vom begeisterten Publikum in der Olympiahalle zu Goldmedaillen am Stufenbarren und am Schwebebalken tragen lassen. 

Seitz triumphierte an den beiden Holmen mit 14,433 Punkten vor der Italienerin Alice D'Amamoto (14,40) und der Französin Lorette Charpy (14,166).
"Es ist einfach überwältigend", kommentierte die 28-Jährige. "Ein Traum wird wahr!" Dass ihre Team- und Trainingskollegin Kim Bui am letzten Tag ihrer Turnkarriere ebenfalls in der Entscheidung stand und mit 14,066 Punkten den 5. Platz belegte, sei ihr sehr viel wert gewesen. "Es war toll, das hier noch einmal miterleben zu dürfen, und es ist sensationell, dass Eli jetzt auch noch Gold gewonnen hat", sagte die 33-jährige Stuttgarterin Bui, die nun von der Turnbühne abtritt und am Ende des Nachmittags noch mal gesondert gewürdigt wurde. 

Am Schwebebalken sorgte Emma Malewski für eine faustdicke Überraschung. Schon im Vorkampf Zweite, präsentierte die 18-Jährige erneut eine starke Performance und durfte am Ende jubeln. Mit 13,466 Punkten war die Schülerin für die Konkurrenz, die die Britin Ondine Achampong (13,40) und die Französin Carolann Heduit (beide 13,40) anführten, nicht zu schlagen. "Es ist unbeschreiblich, ich kann es noch gar nicht fassen", sagte Malewski in der Mixed Zone. "Ich muss jetzt erst mal relaxen und diese Woche hinter mich bringen. Ich hatte so viele Emotionen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Und jetzt trage ich diese Medaille um den Hals."

Die WM-Zweite an diesem Gerät, die ebenfalls in Chemnitz trainierende Pauline Schäfer, hatte Pech bei ihrer Angangsreihe, kam gleich bei der Landung auf dem zehn Zentimeter schmalen Balken ins Wackeln und konnte die Serie nicht fortsetzen. Das kostete drei Zehntel in der D-Note. Die Kampfrichterinnen bewerteten den Vortrag mit 13,20 Punkten, was den 5. Platz bedeutete. "Irgendwie war schon in den letzten Tagen der Wurm drin bei der Angangsreihe", erklärte Schäfer. "Ich habe mich dann zwar noch ganz gut gefangen, aber es war schwierig heute."

Nach Team-Bronze am Samstag fahren die deutschen Turn-"Seniorinnen" nun stolz mit drei Medaillen heim und behalten die EM-Tage in bester Erinnerung. 

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